Neues Special: Hannah Arendt über Denken & Moral

Shownotes

ls Hannah Arendt Adolf Eichmann während seines Prozesses in Jerusalem beobachtete, stellte sie fest, dass dieser nicht wirklich zu „denken“ schien. Er stellte sich als kleines Rädchen im System dar, als jemand, der lediglich Befehle befolgte. Er wirkte nicht wie ein tief böser Mensch, sondern wie ein erschreckend gewöhnlicher Bürokrat. Für diese Beobachtung prägte sie den Begriff „Banalität des Bösen“. Dafür wurde sie damals heftig kritisiert: Man warf ihr vor, Eichmann damit zu verharmlosen.

Heute ist die „Banalität des Bösen“ zum geflügelten Wort geworden. Doch was genau ist damit gemeint? Darum geht es in Hannah Arendts Vorlesung „Über den Zusammenhang von Denken und Moral“, die sie 1971 gegen Ende ihres Lebens in New York hielt. Im Text erklärt sie, was sie mit Denken eigentlich meint und warum es nichts mit Wissen oder Intelligenz zu tun hat. Außerdem geht sie über Kant zurück zum historischen Sokrates und zeigt, dass erst das kritische Gespräch mit sich selbst dieses Denken ausmacht – und uns vor dem Bösen schützen kann.

Im neuen Special diskutieren Christian und Jens den Text und seine vielen Dimensionen und Implikationen. Das hier ist aber nur der Teaser, wenn ihr die ganze Folge hören wollt, dann unterstützt uns gerne bei Steady: https://steadyhq.com/geister

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